Plastikfreier Monat

Es gibt einen plastikfreien Monat (Juli), Anleitungen wie „100 Schritte zu einem plastikfreien Leben“, und die Absicht vieler Menschen, Plastik zu reduzieren. Plastik wird mit Rohöl oder -gas hergestellt, raffiniert und erhitzt als sog. „cracking“ und dann veredelt zu Ethylen oder Propylen. Nach durchschnittlich 450 Jahren verfallen diese Materialien.

Minimale Mengen werden heute auf Pflanzenöl-basis hergestellt. Es gibt zusätzlich wiederverwertetes Plastik, z.b. rPET, wo alter Kunststoff neu verarbeitet wird.

Die Jahresmenge an produziertem Plastik weltweit hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, von 200 mio Tonnen im Jahr 2002 auf 367 mio Tonnen (2020) (statistica.com). Dieses sehr vielseitige Material, das sich für nahezu alles im Leben eignet, ist zu einem Problem geworden. Wir mussten feststellen, dass es überall ist, auch dort, wo wir es nicht haben wollen Man findet Plastik heute in Nahrungsmitteln (z.B. Fisch), im Meer, im Boden, im Menschen und im Tier. Wir wissen, dass ein Großteil des Mikroplastiks vom Reifenabrieb stammt, zusammen mit Verpackungsfolien, Beuteln, etc. Und dann gibt es noch die Fashion Industrie als großer Verursacher für Mikroplastik mit den vielen Kleidungsstücken.

Arbeitskleidung ist ein großer Markt für Plastik

Wir haben ganz bewußt gegen den Einsatz von Plastik in unseren Stoffen und Produkten entschieden. Wir wissen, dass unsere Kunden heute fast nur Arbeitskleidung mit ca. 30 bis 75% Plastikanteil tragen. Arbeitskleidung vor allem im Outdoor-Bereich muss bestimmte Anforderungen erfüllen wie Abriebfestigkeit, höhere Stabilität, häufiges Waschen. Wir wissen das aus eigener Erfahrung, weil wir seit vielen Jahren täglich Arbeitshosen tragen. Bis vor einigen Jahrzehnten gab es nur Arbeitskleidung aus Pflanzenfasern, so wie bei unseren Jeans. Also sind wir zurückgekehrt zu altem Wissen, und haben verfügbare pflanzenbasierte Stoffe getestet.

Pure, pflanzenbasierte Stoffe sind eine Lösung für Bekleidung

Hanf ist das Material der Wahl. Es war die längste Zeit der Standard für Seile, Segel und Kleidung. 1920 wurde der Hanf fast weltweit verbannt, beginnend in den USA mit der Cannabis Restriktion und anderem Lobbyismus. Die Verbote bestehen zum Teil heute immer noch, ungeachtet der Tatsache, dass Industriehanf (Cannabis Sativa) keine relevanten THC Anteile enthält. Wir haben uns für einen stabilen Canvas-Stoff entschieden, aus Bio-Hanf mit Bio-Baumwolle. Wir haben das Material viel getestet und sind zufrieden mit der Festigkeit und Komfort. Die klimatisierende Eigenschaft von Hanf ist besser als bei jedem anderen Material.

enywear und Plastik

Wir verwenden immer noch Plastik in Teilen, z.B. Reissverschlüsse, und Klettband. Die Industrie testet bei Reissverschlüssen recyceltes PET und pflanzenbasiertes PET (YKK). Zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir an der Entwicklung von 100% plastikfreier Kleidung.

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